Bundesliga aktuell 7. Runde 31.05. u.01.06.2014
Supersamstag !

Wer sich durch diesen Werbespruch als Segelflieger in den Supermarkt locken lie├č, verpasste die fliegerischen Schn├Ąppchen.

Schon der Br├╝ckentag am Freitag lockte viele auf den Flugplatz. Sie wurden mit guten Bedingungen wieder einmal nach Norden und Nordosten belohnt. Lingen – L├╝neburg – Witzenhausen, das waren die Wendepunkte, die sich anboten. Bei homogenen Bedingungen waren Fl├╝ge von mehr als 800 km (G├╝nther Robeck) drin.

Nach so einem sch├Ânen Tag waren die Erwartungen bei ├Ąhnlicher Wetterlage f├╝r das Wochenende nat├╝rlich gro├č. Doch das Wetter zierte sich zun├Ąchst. Erst Cu-Ans├Ątze verschwanden schnell wieder, nur am Horizont Richtung Sauerland war Cu-Entwicklung zu sehen, w├Ąhrend von Norden Sc-Felder hereindr├╝ckten.┬á Aber nach dem Start konnte man auch im Blauen gutes Steigen finden. Dann die entscheidende Frage „in welche Richtung fliegen wir ?“ Nach kurzer Diskussion im Funk wurde meistens der Abflug Richtung Egge gew├Ąhlt, die Chancen, am Edersee unter Wolken zu gelangen sahen gut aus. Den besten Riecher hatten allerdings die, die den aufreihenden Wolkent├╝pfelchen zum H├Âlleberg und in den Reinhardswald folgten.

Dort wurde die Thermik ├╝ber der Sababurg,┬á ├Ąhnlich wie dort vor langer Zeit Dornr├Âschen, richtig wachgek├╝sst. (Segelflieger erz├Ąhlen nicht nur M├Ąrchen wenn┬┤s um fliegerische Leistungen geht, sondern lesen auch)┬á Es entwickelte sich bald eine Wolkenstra├če, die in den Th├╝ringer Wald f├╝hrte. Gute Steigwerte, lange Gleitstrecken mit hoher Geschwindigkeit – Segelfliegen pur, wie es richtig Spa├č macht. Ich hatte das Vergn├╝gen, mit Oliver im Arcus M zu sitzen, f├╝r diese Bedingungen genau das richtige Flugzeug.

Der Th├╝ringer Wald zeigte sich von seiner besten Seite, hohe Basis, starkes Steigen. Das lockte allerdings viele Segelflieger. H├Âchste Aufmerksamkeit┬á war geboten, st├Ąndig zeigten Flarm und LX dichten Verkehr an. Trotzdem war es einfach eine Freude, ├╝ber Deutschlands gr├╝ner Lunge zu schweben.

Ein richtiges Leckerlie war dann der R├╝ckweg. Eine endlose Wolkenstra├če, wie bestellt Richtung Heimat, noch einmal Gelegenheit richtig Gas zu geben. Mit dem Th├╝ringer Wald hatten wir allerdings nur die richtig guten Bedingungen angekratzt, weiter nach S├╝den war es noch besser, wie man im OLC sehen kann. Ganz vorne wieder einmal Alexander M├╝ller der in Bayreuth startete und mit seiner EB 29 auf 1.235 km kam. Auch unser schnellster flog im S├╝den. Nils Deimel startete in W├Ąchtersberg am Nordrand des Schwarzwaldes und legte 106,39 BL-Punkte vor, dicht gefolgt von Oliver Kortemeier (105,27) und Tobias Blaum (104,12), die In Oerlinghausen starteten. Lohn der 315,78 Punkte waren der 6. Rundenplatz und die Verbesserung auf den 17. Gesamtplatz.

Der Sonntag bot dann nach Umwandlung der Sc in Cu M├Âglichkeit zum „Auslaufen“. Sch├Âne Bedingungen ab Mittag,┬á aber nicht so gut, um die Geschwindigkeiten vom Samstag zu ├╝berbieten.┬á ┬á

Fazit: Bei guten Bedingungen sind wir vorne mit dabei!

Pauli