Presseberichte
Der Luftsportzentrum Oerlinghausen in der Presse.

Deutscher Meister in der Clubklasse

Der Jogi Löw des Segelflugs

Luftsportzentrum: Wolli Beyer ist Deutscher Meister im Streckensegelflug. Damit ist er Mitglied der Segelflug-Nationalmannschaft und hat sich für die WM qualifiziert

Karin Prignitz
Erfolgreich: Wolli Beyer ist auch Segelflug-Bundestrainer. Der Dentist liebt die Herausforderung. Foto: Karin Prignitz - © Karin Prignitz
Erfolgreich: Wolli Beyer ist auch Segelflug-Bundestrainer. Der Dentist liebt die Herausforderung. Foto: Karin Prignitz | © Karin Prignitz

Oerlinghausen. „Man muss täglich aus der Komfortzone heraustreten“, sagt Wolli Beyer. „Das ist ganz wichtig.“ In Australien hat er Menschen kennengelernt, „die alle zehn bis 15 Jahre etwas anderes machen“. Genau diese immer neuen Herausforderungen sucht auch der erfolgreiche Segelflieger.

Vor ein paar Tagen ist Wolli Beyer bei der Deutschen Segelflug-Meisterschaft im nordrhein-westfälischen Bad Breisig der Konkurrenz davon und auf den ersten Platz geflogen. Dieser Erfolg ist umso beeindruckender, wenn man weiß, dass Beyer am ersten Wertungstag nur auf Platz 21 rangierte. „Das Wetter war schlecht, wir mussten noch mal landen.“ Immerhin 50 Kilometer habe er dann aber doch noch fliegen können. Wie sich später herausstellen sollte, der Garant für den Sieg.

Platz 21 und 400 Punkte Rückstand, das seien normalerweise völlig aussichtslose Voraussetzungen, erzählt Wolli Beyer, der im zweiten Jahr auch Segelflug-Bundestrainer ist. „An den nächsten Tagen waren wir dann immer unter den Weitesten und Schnellsten“, bezieht Beyer auch seinen Freund Felix Hoffmann, der später auf Platz Zwei kam, mit ein. Beide fliegen das gleiche Flugzeug, eine H301 Libelle. Und sie haben mit ihrer grandiosen Leistung den derzeit amtierenden Weltmeister Jan Rothhardt auf den dritten Platz verwiesen.

Grandiose Leistungin der Libelle

Besonderer Moment: Wolli Beyer (Mitte) bei der Siegerehrung. Neben ihm stehen sein Freund Felix Hoffmann, der Zweiter geworden ist, und der Dritte Jan Rothhardt. - © Foto: privat
Besonderer Moment: Wolli Beyer (Mitte) bei der Siegerehrung. Neben ihm stehen sein Freund Felix Hoffmann, der Zweiter geworden ist, und der Dritte Jan Rothhardt. | © Foto: privat

15 Jahre war Wolli Beyer, der in Herford geboren und in Lage aufgewachsen ist, als er mit der Segelfliegerei begonnen hat. 1998, „direkt am Anfang“ war er schon einmal Deutscher Meister in der Clubklasse. „Wie im richtigen Leben geht es danach auch nicht immer nur konstant aufwärts“, erzählt Beyer. Aber er blieb dran, ist drei Jahre später bei den Weltmeisterschaften mitgeflogen und 16. unter 46 Startern geworden.

„27.000 Segelflieger in sechs Klassen gibt es in Deutschland“, erzählt Beyer, der 15 Jahre lang in Oerlinghausen als Zahnarzt praktiziert hat. „Die Clubklasse ist die größte Klasse.“ Vor allem deshalb, weil die Flugzeuge einigermaßen erschwinglich sind. Wer sich für die Meisterschaften qualifizieren will, der muss allerdings richtig gut sein. „Von 220 bis 240 werden 36 herausgefiltert.“ Seine Erfahrung gibt Wolli Beyer als Angestellter des Deutschen Aero-Clubs und Bundestrainer, „quasi wie der Jogi Löw im Fußball“ an den Nachwuchs weiter.

Im Segelflieger: Wolli Beyer mit Sonnenbrille und Hut. - © Foto: privat
Im Segelflieger: Wolli Beyer mit Sonnenbrille und Hut. | © Foto: privat

Trainieren, koordinieren, das sind mittlerweile seine Hauptaufgaben. Rund 50 Flieger gehören dem deutschen A-, B- und C-Kader an. „Im Januar in Australien, zweimal in Tschechien zur Frauen WM und EM, Trainingslager in Frankreich, ich bin konstant unterwegs“, bestätigt der Weltenbummler. Als Teamchef fliegt er selbst nicht, übernimmt stattdessen das Coaching, die Wetterberatung, das mentale Training.

A-Trainer des Deutschen Olympischen Sportbundes ist er ohnehin. Seit Ende 2015 forciert der Bundestrainer außerdem die Zusammenarbeit mit der Universität Erlangen. „Mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaft.“ Entwickelt würden dort sogenannte Rahmentrainingskonzeptionen. Einer der wichtige Punkte sei die Sportpsychologie. Wolli Beyer hat sich neben vier ehrenamtlichen Co-Trainern Fachleute mit in den Flieger geholt. „Gerade die mentale Schiene ist beim Segelfliegen entscheidend.“

Ziel sei es, sagt Wolli Beyer, „dass wir uns den Richtlinien des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) angleichen.“ Geplant sei, den Segelflug olympisch zu machen. Für den gerade ausgezeichneten Deutschen Meister liegt der Reiz des Segelfliegens „in der sportlichen Herausforderung, darin, an seine Grenzen zu gehen, das Beste aus sich und dem Wetter herauszuholen“. Er brauche, sagt Wolli Beyer, „immer ein bisschen mehr“. Im Juli 2018 wird er bei den Weltmeisterschaften in Polen mitfliegen und auch dort ganz sicher an seine Grenzen gehen.

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Mehr Platz für die Segelflieger in Oerlinghausen (Zeitungsartikel NW 20.02.2017)

Richtfest: Auf dem Segelflugplatz wird eine neue Halle gebaut.

Eine absolute Seltenheit im Land. Und es gibt noch weitere Nutzungsmöglichkeiten.

Oerlinghausen. Seit neun Jahren ist Stefan Klett Präsident des Aeroclub Nordrhein-Westfalen. Während dieser Zeit - und auch lange zuvor- kann er sich nur an eine einzige Halleneinweihung eines Segelflugvereines im gesamten Bundesland erinnern. Am Wochenende war der 49-Jährige zum zweiten Mal bei einem Richtfest dabei. Diesmal auf dem Segelflugplatz Oerlinghausen.

"Das ist schon etwas Besonderes für die Region und auch für Oerlinghausen", betonte Stefan Klett. 15 Segelflugzeuge sollen in der 35 Meter lange und 20 Meter breiten Halle Platz finden. Für drei weitere gibt es zusätzliche Deckenplätze. Hans-Friedrich Bültmann aus Bielefeld, der mit der Unternehmergesellschaft AWB für die Planung zuständig war, verwies auf eine weitere Einzigartigkeit. "Die Halle mit ihren 35 Metern Spannbreite wird das größte Tor bekommen, dass es auf Segelflugplätzen gibt." Es wird komplett zu öffnen sein.

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Nachruf

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31082016_nachruf_fred_weinholtz_27.08.16.pdf  
Das Ehrenmitglied des Herforder Vereins Fred Weinholtz ist 21.8.2016, im Alter von 90 Jahren verstorben.
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Eine der ganz entscheidenden Persönlichkeiten für den Luftsport, unserer Flugplatzgemeinschaft und der Segelflugschule hier am Luftsportzentrum.
Er wird uns fehlen.

http://www.daec.de/news-details/item/nachruf-auf-fred-weinholtz/

Fred Weinholtz, eine Segelfluglegende wird 90
Geboren am 3. Juni 1926 in Genthin kam Fred Weinholtz im Jahr 1933 zum ersten Mal mit dem Segelflug in Kontakt, fand so zunächst den Weg zum Modellflug und saß mit 14 Jahren zum ersten Mal am Steuerknüppel eines Segelflugzeuges. Nach der Flucht aus der Gefangenschaft am Ende des zweiten Weltkriegs ging er in die Britische Besatzungszone nach Herford, wo er Volksschullehrer in Hiddenhausen wurde und bis heute in Herford sein Zuhause fand.

Nachdem der Segelflug in Deutschland nach dem Krieg lange Jahre verboten war, beteiligte sich Fred ab dem Jahr 1950 nach der Freigabe des Flugbetriebes  durch die Siegermächte aktiv an der Neugründung des Herforder Vereins für Luftfahrt von 1912. Der Segelflug wurde von nun an zur vorherrschenden Aufgabe in seinem Leben. Er diente dem Verein, dessen Vorsitzender er fünf Jahre lang war, als Fluglehrer für den Segel- Motor- und Ultraleichtflug, war über 20 Jahre Vorsitzender der Segelflugschule Oerlinghausen und war Mitglied der Deutschen Segelflugkommission, deren Vorsitz er von 1972 bis 1980 innehatte. Darüber hinaus war er an der Entwicklung der „International Gliding Commission“ beteiligt, zunächst als Vizepräsident, bis 1997 als Sekretär. Der Titel des Ehrensekretärs auf Lebenszeit wurde ihm im Anschluss an seine aktive Zeit von den Mitgliedern verliehen.

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Saisonbeginn nach Winterpause beginnt mit Jahreshauptversammlung
http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/herford/20741794_Flieger-freuen-sich-auf-den-Fruehling.html

Herforder Verein für Luftfahrt e.V.
Der Herforder Verein ist wieder in der Presse vertreten.Diesmal mit Berichten über die Saison 2015, in der wir von Vertretern beider Redaktionen Besuch in Oerlinghausen hatten. Friderieke Schulz von der NW und Moritz Winde vom Kreisblatt haben im letzten Sommer jeweils einen ganzen Tag am Start zugebracht, ausführlich positiv berichtet und sind mit uns geflogen.
http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/herford/20666946_Landeanflug-nach-guter-Saison.html

Auch im Winter wird geflogen
Von den dicken Schneeflocken, die große Teile der Bergstadt am Donnerstag vorübergehend in eine gepuderte Winterlandschaft verwandelt haben, ist nur noch in den höchsten Lagen der Stadt etwas zu erahnen. „Schade“ findet das Rolf Tiemeyer. Der neue Geschäftsführer der Flugplatzgemeinschaft Oerlinghausen (FGOe) hatte sich schon auf den Anblick eines weißen Flugfeldes gefreut. Wie bereits der vergangene Winter, so glänzt aber auch dieser bisher mit überwiegend angenehmen Temperaturen. Wenn Rolf Tiemeyer vom Tower aus auf den Segelflugplatz schaut, dann sieht er Grün und nicht Weiß. „Das ist schon ungewöhnlich.“ Eben weil sich das Wetter von seiner milden Seite gezeigt hat, ist der Flugverkehr bisher nicht komplett zum Erliegen gekommen. Gefreut hat das im Dezember vor allem den Segelflug-Nachwuchs. Die Jugendlichen wählen traditionsgemäß den längsten und den kürzesten Tag des Jahres zum „Longest und Shortest Day Flying“. Die Sonne schien, sie konnten in die Luft gehen.
Mehr Informationen im 
online-Beitrag von nw.de

Georg Hemkendreis wird verabschiedet
Am Freitag den 28.08.2015 wurde Georg Hemkendreis im Ramen der Mitgliederversammlung der Flugplatzgemeinschaft Oerlinghausen durch den Vorstand und die Bürgermeisterin der Stadt Oerlinghausen offiziell in den Ruhestand verabschiedet.
 

Rolf Tiemeyer ist neuer Chef auf dem Oerlinghauser Flugplatz

Hier der Artikel in der Lippische Landes-Zeitung 2015 (Freitag 10.07.2015):

http://www.lz.de/lippe/oerlinghausen/20511377_Rolf-Tiemeyer-ist-neuer-Chef-auf-dem-Oerlinghauser-Flugplatz.html



Das Segelflugzeug Ka 8b ist Herfords erstes bewegliches Denkmal
Fliegender Eigenbau mit Geschichte
Bürgermeister Bruno Wollbrink überreicht die Denkmalurkunde an den Vereinsvorsitzenden Achim Richter (2. v.l.). Die "Ka 8b" ist nach Edith (l.) und Fred Weinholtz, dem Autor des Buchs "Grundtheorie des modernen Strecken-Segelflugs" benannt. Der Beschluss über die Denkmalwürdigkeit fiel einstimmig. Herford. Jetzt ist es offiziell: Das Segelflugzeug vom Typ "Ka 8b" ist das erste bewegliche Denkmal der Stadt.
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Umweltfreundlich fliegen
Oerlinghauser Segelflieger stellen sich ihrer Verantwortung Oerlinghausen. Unter dem Motto "Umweltschutz im Luftsport" hat die Flugplatzgemeinschaft Oerlinghausen die Checkstufe I des Sport-Audits Luftsport erfolgreich absolviert. Auf der Luftsportmesse"Aero" in Friedrichshafen wurde dieser Erfolg bei der öffentlichen Zertifikatübergabe geehrt. Ein Audit ist ein Verfahren, dass Abläufe, Regelungen und Aufgaben hinsichtlich ihrer Umsetzung, Erfüllung und Verbesserungsmöglichkeiten bewertet. Die Luftsportler sind sich bewusst, dass sie zahlreiche Berührungspunkte mit dem Umwelt- und Naturschutz haben. Um Eigenverantwortlichkeit zu stärken, wurde das Sport-Audit Luftsport eingeführt.
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Ein fliegendes Denkmal aus dem Herforder Verein für Luftfahrt e.V.
Warum ein in Herford gebautes Segelflugzeug unter Schutz gestellt werden soll.
(Bericht: Neue Westfälische Zeitung 25.03.2011) Herford. Mehrere Generationen von Flugschülern haben sich schon in der "Ka 8b" den Steuerknüppel in die Hand gegeben. Nach einem halben Jahrhundert dient das Segelflugzeug mit der markanten Schweizer Haube immer noch als Schulungsgerät beim Herforder Verein für Luftfahrt (HVfL). Zeit also, um ein "bewegliches technisches Denkmal" zu werden.
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